05.07.2008
Ich wünschte, ich wäre tot ...
"Großmutter, wo sind meine Zellulitedellen? Die Dehnungsstreifen an den Brüsten? Wo sind meine überflüssigen zehn Pfund?"
"Alex, zum allerletzten Mal!", stöhnt sie auf. "Du bist im Himmel! Hier gibt es weder Orangenhaut noch Dehnungsstreifen! Vergiss Akne, Pusteln, fettige Haut, trockene oder rissige Hände, Schwielen und verkrümmte Zehen! Du bist tot, ein Geist!"
Ich falle in Ohnmacht.
Als ich gleich darauf wieder zu mir komme, beugt sie sich über mich.
"Das ist jetzt wohl nicht der günstigste Zeitpunkt, um zu erwähnen, dass man hier essen kann, so viel man will, und trotzdem kein Gramm zunimmt?"
Aus Die zehn besten Tage meines Lebens von Adena Halpern
16:12 Veröffentlicht in Gelesenes | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
Und ewig zetert die Mutter ...
Ganz ehrlich, ich freue mich auf die Zeit, wenn meine Kinder groß sind, ihre eigenen Haushalte führen und ich nicht mehr als pädagogisch wertvolle Erziehungsinstanz gefordert bin.
Gelegentlich mag ich meine eigene Stimme in solchen Einsätzen nämlich nicht mehr hören, mag mein eigenes Gemotze nicht von mir geben. Ob Kinder das eigentlich als echtes Opfer und Geschenk erkennen? Irgendwann mal?
Kniet mein Sohn je nieder und massiert meine Füße dafür, dass ich unermüdlich versuche, seine Zähne gegen Karius und Baktus zu schützen? Mussten die doofen Autoren der Bücher die beiden so putzig darstellen, dass mein Sohn ihren Verbleib auf seinen Zähnen weniger lästig findet, als das Zähneputzen an sich?
- Ich finde mich gelegentlich lästig und aufdringlich, wenn ich darauf hinweise,
- dass man eingetupperte Obstreste besser nicht unter dem Bett sammelt
- dass man Strümpfe bitte richtig herum dreht und glatt streicht, damit man keinen Knuddel mit frisch gewaschenem Dreck als Inhalt zurückbekommt
- dass gelegentlich zwischen den Süßigkeiten bitte auch Obst gegessen werden könnte - muss ja nicht das vermoderte aus den Tupperdosen unter dem Bett sein ...
- dass man vor Schultagen evtl. so schlafen gehen sollte, dass noch 8 Stunden Schlaf zusammenkommen
- dass man sich doch bitte eigene Kosmetika kauft oder Mami zumindest sagt, dass sie zum Duschen heute weder Shampoo, Pflegespülung noch Duschgel hat - außer das mit dem zimtigen Weihnachtsduft, das Mamis Haut zu knallroten Pusteln reizt
- dass man seine Schuhe zumindest regensicher vors Haus schmeißen könnte
- dass man den Müll nicht in den Komposteimer gibt, wenn Restmüll und grüner Punkt voll ist
- dass man vielleicht erst die Hausaufgaben macht und dann kurz chattet
- dass man nicht ungefragt die Sachen von Bruder/Schwester benutzt und falls kaputt unauffällig zurücklegt
- dass man seine kleinen Fingerchen bitteschön aus Mamis Portemonnaie lässt
- dass es auch nett wäre zu sagen, wenn keine Tampons mehr übrig sind dass es zumutbar ist, volle Mülleimer rauszubringen, staubzusaugen und Altpapier/-glas durchaus eine Straße weiter zum Container gebracht werden können
- dass Mami, wenn sie einen Hörer am Ohr hat gerne ungestört bliebe
- dass man sich nicht mal eben mittendrin einen Faden von Mamis Strickzeug abschneiden sollte
- dass man tunlichst einen Schluck Milch für Mamis erste Tasse Kaffee am Morgen übrig lässt
- dass Kosmetika, auf denen Dior oder andere überteure Namen stehen, noch nicht einmal angeguckt, geschweige denn ins Teenie-Reich verschleppt werden dürfen!
- dass es ein fieser, ganz fieser Trick ist, vom letzten Blatt des 3-lagigen Toilettepapier genau eine Lage auf der Rolle zu lassen
- dass man seine Mami morgens um 6 Uhr nicht fragen sollte, wieviele mathematische Ecken ein Punkt hat, insbesondere nicht an Morgenden, an denen kein Schluck Milch für den ersten Kaffee da ist
- dass man Zettel aus der Schule gleichtägig zeigen könnte, zumindest noch innerhalb der gleichen Woche, des gleichen Monats oder des gleichen Schuljahres!
- dass man Dinge wie "guck mal, ich kann deine Unterschrift viel ordentlicher als du!" gar nicht sagen sollte
- dass man Mamis Jacke, wenn man sie schon anziehen muss, nicht über Nacht im Garten hängen lässt und danach unauffällig, aber klatschnass zuunterst in den Wäschekorb stopfen sollte
Und lässt sich das nicht endlos, endlos, endlos fortsetzen?
Ganz ehrlich, ich freue mich auf die Zeit, an denen ich meine Kinderlein nur noch dann sehe, wenn ich vorher gut ausgeschlafen habe, frisch geduscht bin, adrett gekleidet und sowas von nicht zuständig für ihre Wäsche, Ordnung, Mahlzeiten und Körperhygiene!
Und puhl gefälligst nicht in der Nase und setz Dich gerade hin, wenn Du hier liest!
11:35 Veröffentlicht in Alltagsbloggereien | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
Diskretionsabstand
Gelegentlich hätte ich gerne so ein Schild
"Bitte den Diskretionsabstand wahren!"
um es 1 - 2 Meter entfernt zwischen mich und meine Mitmenschen zu stellen.
Im Internet ist mir Nähe mittlerweile lieber als im realen Leben.
Und wie schön, wenn man derartige Gedanken hegt und feststellt, dass man wunderbar abgeschieden lebt und sich einfach, Telefon, Mails und Briefkasten ignorierend in die Gartenhängematte legen kann. Nicht jetzt, aber in ein paar Stunden bestimmt.
05:06 Veröffentlicht in Morgendliches | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
03.07.2008
Gott liebt mich :)
Ich weiß das, denn an meinem Geburtstag sind deshalb die Himbeeren reif und in NRW Sommerferien, so dass mein Schwesterlein samt nichtigem Anhang hier ist :)
09:41 Veröffentlicht in Filosofisches | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
psssst!
Bitte leise lesen.
Plötzliche Bewegungen und Lärm vermeiden.
Habe mir das Altern mit Sekt + Holunderblütensaft versüßt.
Geile Mischung - aua Kopf ...
08:43 Veröffentlicht in Alltagsbloggereien | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
02.07.2008
Kaffee kochen ...
... und einfach irgendwo anfangen ...
Manchmal ist es schwer zu glauben, dass man es schafft, nicht wahr?
09:16 Veröffentlicht in Morgendliches | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
01.07.2008
ein Rindvieh steht im Walde ...
Auf unserer heutigen Jogging-Tour wurde uns der Weg plötzlich von einer kleinen Rinderherde versperrt.
Lauter neugierige Schwarzbunte standen mitten auf meinem Weg und guckten mich aus großen, blanken Augen an. Coffee, die in gebührendem Abstand hinter mir herschlurfte, erwachte umgehend aus ihrer Lethargie und so konnte ich dem Landwirt eben berichten, dass ich seine Rinder mitten im Wald gesehen hätte.
Mitten im Wald?
Ja, mitten im Wald - recht tief im Wald drin, als wären sie panisch vor irgendwas davongelaufen.
Irgendwas Schwarzem, Bellenden ... aber das habe ich nicht gesagt. Bin ja keine Petze ...
12:48 Veröffentlicht in Coffeetime | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
Der Krug ...
... geht so lange zum Brunnen, bis er kotzt!
Es ist nicht einfach, aber man kann mich durchaus auch mal wütend bekommen.
Ich weiß nicht, was andere dann davon haben, aber ich für meinen Teil, fühle mich jetzt erstaunlich gut. Es ist sehr wichtig, Freunden nicht nur eine Schulter zum Anlehnen, sondern gelegentlich auch mal die Stirn zu bieten!
07:21 Veröffentlicht in Morgendliches | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
30.06.2008
Köter!
Heute war Coffee noch Endspielmüde, denn wir haben bei Freunden geguckt, die auch 2 Hunde haben und die drei waren deutlich aktiver, als die deutsche Elf ...
Jedenfalls war Coffee schon auf dem Weg zum Feldweg hin träge und gähnte das Leckerli in meiner Hand unbegeistert an, als ich sie von der Leine ließ und losjoggte.
Das ewige "Coffee komm!" kostet mich wertvolle Kraftreserven, sage ich mal und schiebe alle Seitenstiche der Welt auf meinen faulen Hund. Eine Weile lang hörte ich ihr Halsband hinter mir klimpern, aber als ich mich nach einer Weile nach ihr umdrehte lag (!) sie mitten auf dem Weg und hechelte.
Und hinter ihr nahte flotten Schrittes eine echte Joggerin.
Toll ey ... ich im vollen Sport-Dress trägen Hund mit Leckerlis anlockend. Es fehlte nur noch das Stirnband samt Pony-Pferdeschwanz-Frisur ...
Und was kam dann?
Die Joggerin joggte an Coffee vorbei, die umgehend aufsprang und hinter ihr herjagte - kurz nach der mitleidig grüßenden Joggerin an mir vorbei hinter besagter Joggerin her, denn neben Fressen und sich in jeden Tümpel zu stürzen, ist es der innere Auftrag jeden Labradors jeden Zweibeiner in Grund und Boden zu lieben, sprich: anspringen und die Schlabberzunge einmal quer durchs Gesicht.
Das muss so!
Ich legte also meinerseits einen netten Spurt hin, holte meinen Hund wieder ein und nahm ihn an die Leine.
Coffee guckte der mit leichten, hüpfenden Schritten entschwindenden Joggerin traurig hinterher und als sich ihr eigenes Frauchen dann wieder schnaubend und prustend in Gang setzte, legte sie sich wieder mitten auf den Feldweg und legte sich eine Pfote auf die Schnauze um das Elend nicht weiter sehen zu müssen.
to be continued ...
09:29 Veröffentlicht in Coffeetime | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
28.06.2008
Komm, kleiner Pinguin, flieg!
Ha!
Vorhin bin ich vom Dreier gesprungen!
Und die Überschrift ist der liebenswerte Kommentar meiner liebreizenden Tochter. Vorher fand sie viel nettere Worte und Argumente um mich zu überreden. ZB, dass außer uns rein überhaupt gar niemand im Freibad war.
15:41 Veröffentlicht in Alltagsbloggereien | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken
Leckerli-Joggen
Aha, wir haben einen Weg gefunden:
ich muss einfach nur ein Leckerli in der rechten Hand halten, dann bleibt sie zumindest nicht am Ausgangspunkt sitzen, sondern trottet hinter mir her. Bei den Gehpausen schließt sie dann auf und futtert ihr Leckerli. Wenn wir hinreichenden Abstand vom Anfang haben, wird sie munterer und überholt gelegentlich um dann unmittelbar vor mir stehen zu bleiben ... *argh*
Aber: wir machen uns ...
13:22 Veröffentlicht in Coffeetime | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
27.06.2008
Coffee joggt nicht
Tut sie einfach nicht.
Sobald ich loslaufe, setzt sie sich hin und wartet.
Dann muss ich irgendwann zu ihr zurück, sie an die Leine nehmen und sie die gesamte Strecke bis zu meinem Lieblingsbaum hinter mir herzerren. Sehr seltsam.
Nächstes Mal probiere ich es mit Leckerlis.
Ist ja nun wirklich nicht so, als liefe ich schnell. Sie könnte bequem hier und dort herumschnüffeln und nur gelegentlich ein wenig spurten um mich wieder einzuholen. Weshalb nur setzt sie sich hin und wartet, dass ich zurückkomme?
11:21 Veröffentlicht in Coffeetime | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
26.06.2008
Carola joggt wieder ...
Seit 2 Wochen schon.
Ich bin ganz stolz auf mich.
Nicht etwa auf meine überragende sportliche Leistung, sondern darauf, dass ich das nun doch recht regelmäßig wieder durchziehe, allen Widrigkeiten zum Trotze. Begonnen hat alles mit einer 1,- Euro Auktion in der ich Sportwäsche erstand. Kaum zu glauben, aber ein Puma-Unterwäsche-Set, das meine Oberweite davon abhält, mir beim Joggen vor die Augen zu schwappen - und das auch noch in meinen absoluten Lieblingsfarben. Womit das mit dem "vor die Augen schwappen" fast schon erträglicher gewesen wäre, aber ich hatte Angst, den einen oder anderen Traktor zu übersehen. Das ist doch gefährlich! Ich könnte überfahren werden!
Etwas unschlüssig war ich dennoch, aber in einem Lagerverkauf erstand ich dann auch noch ein Trigema-Sport-Outfit. Ha! In Deutschland genäht! Keine Kinderarbeit! Jawohl ...
Ich weiß auch nicht, weshalb ich angesichts der Sachen unbedingt an die leicht überkandidelte Frau denken muss, die zu ihrer allerersten Longe-Stunde in einer weißen Turnier-Reithose, echten Lederreitstiefeln, Reitjacke, Lederhandschuhen, Helm, Gerte und tataaaa: Sporen! in die Halle kam.
Overdressed, weil untersportlich?
Egal ... ich komme damit zurecht, belächelt zu werden. Macht mir gar nichts ... echt nicht ... *grummel*
Und immerhin wohne ich jetzt am A ... der Welt und anders als in Köln, wenn ich um den See joggte, treffe ich hier meist niemanden. Naja gut, kaum jemanden ... Und meist Leute, die meist anderes im Kopf haben, als zu überlegen, ob ich vielleicht für mein Tempo und meine Figur etwas zu sportlich gekleidet bin. Die denken eher so Sachen, wie "oh, Wind - ich sollte den Bürgersteig fegen!"
Also bin ich los. Coffee an der Leine, bis wir von der Straße weg auf einem Feldweg sind. Dort lasse ich Coffee von der Leine und jogge los!
Hui!
Ok, also ich zähle auf rechts und wenn ich rechts bei 100 bin, kommt eine Gehpause. Das war die Theorie.
In echt zählte ich auf rechts bis 32 und guckte, wo Coffee war.
Sie saß ca 64 Schritte von mir entfernt, ganz auf Anfang, und wartete, dass Frauchen wieder aufhört zu spinnen.
Also rufe ich sie. Nö! Nicht, wenn du rennst!, teilt sie mir sitzstreikend mit.
Ich gehe also in die Knie und sie kommt begeistert angerannt. Ich jogge weiter, sie setzt sich hin. Erwartungsvoll.
Ich nehme sie an die Leine und laufe los. Sie trottet und ich gerate bald in die Situation, sie wie einen Bremswagen hinter mir herzuzerren.
Sehr angenehm, dass uns niemand begegnet.
Mittlerweile klappt das mit dem Joggen schon viel besser.
Ich habe nämlich etwas Kraft in den Oberarmen bekommen und so fällt es mir nicht mehr ganz so schwer, meinen schwarzen Hund hinter mir her in den Wald zu zerren ...
10:45 Veröffentlicht in Alltagsbloggereien | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
25.06.2008
Und jetzt ...
... strahlt und funkelt meine Küche wieder.
Glaube ich ... es ist so dunkel und ich soooo müde.
02:05 Veröffentlicht in Kulinarisches | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
Und jetzt ...
... habe ich auch noch 22 Flaschen Holunderblütensaft nach dem Rezept einer Nichtbloggerin.
Damit beende ich meine persönliche Holunderblütensaison.
Hm, 3 Sorten Gelee, Erdbeer-Holundersauce (ok, sollte eigentlich Marmelade werden, will aber nicht ...), 2 Flaschen Holunderblütenlikör - gute Ausbeute
00:22 Veröffentlicht in Kulinarisches | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
